Kurt Tucholsky
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1899 wird Kurt Tucholsky im Französischen Gymnasium Berlin eingeschult.
1903 wechselt er auf das Königliche Wilhelms-Gymnasium, das er 1907 verläßt und sein Abitur extern 1909 absolviert.
1907 veröffentlicht er als Siebzehnjähriger sein erstes literarisches Werk mit Namen "Märchen", das in der Satire-Zeitschrift "Ulk" erscheint.
1909 beginnt Kurt Tucholsky ein Jurastudium in Berlin, dessen zweites Semester er im Frühjahr 1910 an der Universität Genf absolviert.
1912 erscheint Kurt Tucholskys Kurzroman "Rheinsberg – ein Bilderbuch für Verliebte" womit er größere Bekanntheit erlangt. Gleichzeitig schreibt er Beiträge und Gedichte für die SPD-Zeitung "Vorwärts".
1913 beginnt Kurt Tucholsky mit Literatur- und Theaterkritiken für die "Schau-bühne", die sich ab 1918 "Weltbühne" nennt.
1915 schließt Kurt Tucholsky sein Jura-Studium mit der Promotion zum Dr. jur. ab, wird danach zum Militär eingezogen und nimmt als Heeressoldat am I. Weltkrieg teil.
1918 läßt sich Kurt Tucholsky in Turnu Severin (Rumänien), wo er als Vize- feldwebel und Feldpolizeikommissar Militärdienst leistet, protestantisch taufen. Nach Kriegsende wird er Chefredakteur der Zeitschrift "Ulk".
1920 später heiratet Kurt Tucholsky Else Weil und wird Mitglied der USPD. Er engagiert sich publizistisch und politisch als überzeugter Pazifist und Antimilitarist.
1923 wird Kurt Tucholsky, gezwungen durch die Inflation, kurzeitig Privatsekretär bei Berliner Bankhaus Bett, Simon & Co.
1924 wechselt er als Korrespondent zur "Weltbühne" und "Vossischen Zeitung" nach Paris,
läßt sich von seiner Frau Elli Weil scheiden und heiratet Mary Gerold und bezieht frühzeitig deutlich publizistisch und politisch Stellung gegen den erstarkenden Nationalsozialismus. Er gehört zu den bestbezahltesten Redakteuren der Weimarer Republik.
1926 übernimmt Kurt Tucholsky für ein Jahr die Schriftleitung der ‚Weltbühne‘, bevor Carl von Ossietzky diese übernimmt.
1929 siedelt Kurt Tucholsky nach kurzem Aufenthalt in Paris nach Schweden, in das Haus Fjälltorp in Läggesta, über.
1930 emigriert Kurt Tucholsky endgültig, tief resigniert von der Wirkungslosigkeit seines Engagements, nach Schweden in die Villa Nedsjölung in Hindås.
1931 erscheint mit ‚Schloß Gripsholm‘ sein letztes bekannteres Werk.
1933 erfolgen, nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten das Verbot der Schriften von Kurt Tucholsky, seine Zwangsausbürgerung und die Konfiszierung seines Vermögens. Im selben Jahr läßt er sich von seiner zweiten Frau Mary Gerold scheiden.
1934 beantragt Kurt Tucholsky die schwedische Staatsbürgerschaft.
Am 21. Dezember 1935 stirbt Kurt Tucholsky nach mehreren Operationen und schwerer Krankheit, mutmaßlich in Selbsttötungsabsicht, an einer Überdosis Schlafmittel.
Seine Asche wird Sommer 1936 unter einer Eiche nahe Schloss Gripsholm im schwedischen Mariefred beigesetzt.
Bei Edition Apollon erschienen:Abends nach sechs
